Az irodalmi népiesség és az 1848/49-es forradalom

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József Nacsády

Absztrakt

Im Jahrzehnt der bürgerlichen Revolutionen, in dem auch die Leibeigenschaft aufgehoben wird, vollzieht sich eine bedeutende Umwandlung in der literarischen Bewegung der Volkstümler in Mittel-und Osteuropa. Die Volkstümler spielen bei der ideologischen Vorbereitung der Verbürgerlichung und Unabhängigkeit der Nation sowie bei der Schaffung der nationalen Einheit, die für unerläßlich gehalten wird, eine wichtige Rolle. Deshalb entwickelt sich ihr früheres Hauptmerkmal — der Kult der Folklore — zu einem programmatischen Kult des Volkes, das heißt der Bauernschaft, die man als Grundlage der Nation ansah. Innerhalb dieser Tendenz sind zahlreiche, in den Nuancen unterschiedliche Betrachtungsweisen zu verzeichnen. Wir halten die folgenden beiden Auffassungen für die wichtigsten: a) Man muß die Bauern — das Volk •— von ihrer Rückständigkeit befreien und, ihnen ihre latent bereits vorhandenen nationalen Tugenden bewußt machen, damit sie sich in der Zeit der großen gesellschaftlichen Umwandlung nicht gegen die anderen Schichten und Klassen der Nation wenden und damit sie innerhalb der neuen einheitlichen Nation zu selbstbewußten Vertretern des Nationalcharakters werden und das wirkungsvollste Gegen gewicht gegen den fremden Einfluß bilden können. b) In der Bauernschaft sind die nationalen Tugenden bereits lebendig, sie ist geeignet, Haupttriebkraft einer radikalen gesellschaftlichen Umwälzung zu werden. In diesen beiden Auffassungen mischen sich in unterschiedlichen Relationen Elemente der sozial begründeten „populaire" und der poetischen Anschauung. Die der Bauern zugeschriebenen Charakterzüge beruhen natürlich zum größten Teil auf bloßen Ilussionen, auf den historisch begründeten moralischpatriotischen Forderungen, die der bürgerliche, beziehungsweise liberal-adlige und eventuell sogar plebejische Demokratismus an das Bauerntum, stellt. Im literarischen Leben tauchen in überraschend großer Anzahl Programmerklärungen und theoretische Abhandlungen der Volkstümler auf. Neben dem Kult des Volksliedes treten Prosawerke und lyrische Genrebilder mit bäuerlicher Thematik, Erzählungen (oft mit didaktischer Aussage), Verserzählungen und gereimte Bauernmärchen in den Vordergrund. In der Literatur der national nicht unabhängigen Völker behandelt die Epik der Volkstümler — um die Unabhängigkeit und die Herausbildung der Nation zu fördern — oft auch historische Themen. Bei den ungarischen literarischen Volkstümlern machen sich diese Erscheinungen in dem Jahrzehnt von 1840 — 50 bemerkbar. Das zeigt sich vor allem in der theoretischen Tätigkeit János Erdély« und im poetischen Schaffen Petőfis und Aranys. Während der Revolution und des Freiheitskampfes von 1848/49 werden die — auf diese Art und Weise umgestaltete — Prosa und Lyrik der Volkstümler zu einem der wirkungsvollsten Propagandisten der revolutionären Ideen, außerdem bildet sich die politische Publizistik der Volkstümler heraus. Neue Presseorgane erscheinen; volkstumliche Zeitungen, die politische Artikel und gleichzeitig literarische Arbeiten veröffentlichen. Am bedeutendsten von allen „Nép barátja" (Volksfreund), ein Blatt, das auf die Initiative von Petőfi hin gegründet wurde und bei dem Arany als Mitredakteer tätig ist. Natürlich ist das Niveau dieser Zeitungen, die die revolutionären Errungenschaften propagieren, und den Massen politische Bildung vermitteln wollen — das heißt, das Niveau der Artikel, Gedichte, der patriotischen Erzählungen, •die zur Verteidigung des Vaterlands aufrufen, der Soldatenlieder usw. — außerordentlich unterschiedlich, die ideologischen Auffassungen der Redakteure sind recht unsicher. Trotzdem bereiten die literarischen Volkstümler in Ungarn die Revolution nicht nur vor, sie haben auch eine revolutionäre Funktion.

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Hogyan kell idézni
Nacsády, J. (1972). Az irodalmi népiesség és az 1848/49-es forradalom. Acta Historiae Litterarum Hungaricarum, 12, 25–45. Elérés forrás https://ojs.bibl.u-szeged.hu/index.php/ahlithun/article/view/22465
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